Berichte zu den aktuell durchgeführten Kursen
17.02.25
Hier ging die Post ab.
18.01.25
Seife, Sex und Schokolade
20.11.24
Artisti delle candele
18.10.24
Auf Entdeckungstour
14.06.24
Zu Besuch im Kakteengarten
04.05.24
ENTER – wenn Technik lebendig wird.
23.03.24
Die Hasen sind wieder los.
02.03.24
So ein Käse
13.11.23
Paketverarbeitung hautnah
25.10.23
Schöne neue Künstliche Intelligenz
05.07.23
SO ein Stadtmist!
14.06.23
Volg – hinter den Kulissen
Hier ging die Post ab.
HORIZONTE – Anlass, 17. Februar 2025, «Hier geht die Post ab».
An einem gewöhnlichen Tag verarbeitet das Briefzentrum Härkingen mehrere Millionen Briefsendungen. Was nötig ist, um diese Briefe pünktlich von A nach B zu transportieren, erfuhren die Besucher bei einer Führung durch das Briefzentrum in Härkingen.
Zum Abschluss erwartete sie in der Cafeteria ein Getränk und eine kleine Stärkung.
Der Anlass war gut besucht und stellte die Fortsetzung des Besuchs des Paketzentrums dar.
Puder, Prunk, Parfum und eine Peepshow
HORIZONTE – Anlass, 18. Januar 2025: «Seife, Sex und Schokolade»
Zum Auftakt des Kursjahres 2025 besuchte HORIZONTE erstmals das historische Museum Blumenstein in Solothurn. Anlass war die Sonderausstellung «Seife, Sex & Schokolade», welche vom Umgang mit Körpersäften in der Barockzeit berichtet.
Geschichten und Geschichtliches
Zu Beginn erhielten die Teilnehmenden eine Einführung in die Geschichte des Museums Blumenstein. Das Museum befindet sich im ehemaligen Sommerhaus der Solothurner Familie Greder, deren männliche Mitglieder ab 1580 im französischen Solddienst Karriere machten und ein beträchtliches Vermögen erwarben. Nach dem Aussterben der männlichen Linie ging der Landsitz an Maria Franziska Greder und ihren Ehemann Franz Heinrich von Stäffis über, die zwischen 1725 und 1729 das heutige Schloss erbauen liessen.
Die Familiengeschichte war geprägt von häufigen Eheschließungen unter Verwandten, wie Cousins und Cousinen, was damals üblich war. Zudem starben viele Frauen im Kindbett, und es wurden deutlich mehr Mädchen als Jungen geboren, was schließlich zum Aussterben der Linie führte.
1951 ging das Anwesen schliesslich an die Stadt Solothurn über, ab Mai 1952 öffnete es als historisches Museum seine Türen.
Puder, Parfum und "Blaublütigkeit"
Der Puder, der im Barock allgegenwärtig war, bestand häufig aus gemahlenem Kalk. Er wurde nicht nur verwendet, um Gesicht und Haare zu verschönern, sondern diente auch dazu, Hautunreinheiten und die Spuren von Krankheiten wie Syphilis oder Tripper zu kaschieren. Die stark gepuderten Gesichter, durch die oft die Äderchen hindurchschimmerten, verliehen den Trägern das Aussehen von "Blaublütigkeit" – ein Symbol des Adels. Parfüm wurde in rauen Mengen eingesetzt, um den Mangel an Körperhygiene zu überspielen. Pro Familie entwickelte sich ein charakteristischer Duft, der durch die seltene Reinigung von Körper und Kleidung entstand.
Haarpflege und Perücken
Die Haarpflege bestand vor allem darin, das eigene Haar mit Perücken aus Echthaar zu verdecken. Dieses Haar stammte oft von Dienstmägden, die gezwungen waren, es aus finanzieller Not zu verkaufen. Kurzhaarigkeit galt denn auch als ein Zeichen grosser Armut und niedrigem sozialen Status. Die kunstvollen Perücken waren ein Statussymbol und wurden ebenfalls stark gepudert. Da brauchte es Pudermasken, die das Gesicht beim Pudervorgang vollständig abdeckten.
Zahnpflege und Ohnmachtsanfälle
Die Zahnpflege war rudimentär. Man verwendete gemahlene Muschelschalen als Zahnpasta und putzte die Zähne mit Stäbchen oder einfach mit den Fingern. Für Zahnfüllungen bei Löchern kam Gummi Arabicum zum Einsatz.
Hirschhornsalz (Riechsalz) wurde bei Schwindel oder Ohnmachtsanfälle eingesetzt.
Schutz vor Ungeziefer
Da Flohplagen an der Tagesordnung waren, trug man mit Blut oder Honig getränkte Lappen in eiförmigen Flohfallen am Mieder oder in den Unterröcken. Diese sollten die Parasiten anlocken und fernhalten.
Schönheitsflecken und Fächersprache
Schönheitsflecken, kleine künstliche Flecken aus Stoff oder Leder, galten als modisches Accessoire und dienten zugleich als Signal. Je nach Lage im Gesicht konnten sie eine bestimmte Botschaft übermitteln. Auch Fächer wurden genutzt, um mit Gesten eindeutige Signale zu geben. Siehe auch "Die Fächersprache" (Quelle: Museum Blumenstein).
Schokolade, Safran und andere Reize
Schokolade und Safran wurden im Barock nicht nur als Luxusgüter geschätzt, sondern auch als Aphrodisiaka verwendet. Während Schokolade als Genussmittel die Sinne anregen sollte, war Safran mit Vorsicht zu geniessen. In geringen Mengen galt er als förderlich für die Liebeslust, doch bei einer Überdosierung konnte er tödlich wirken.
Ein Kuriosum in der Ausstellung ist ein gemaltes Bild mit bedeckten Gucklöchern, durch die man hineinsehen kann – eine frühe Form der Peepshow, die es also schon damals gab.
Schwangerschaftstests und Hygieneartikel
Für Schwangerschaftstests wurden früher Tiere wie Hasen, Mäuse oder Klammerfrösche eingesetzt. Im Museum sind Kondome aus Tierdarm oder gewachster Seide ausgestellt. Auch die weibliche Hygiene wird thematisiert: Verschiedene Modelle von Binden zeigen die Entwicklung auf diesem Gebiet.
Toilettensitten
Stille Örtchen waren im Barock nicht die Norm. Die Notdurft wurde oft in der Öffentlichkeit verrichtet: auf Strassen, hinter Büschen oder gar in Hausfluren. Wer auf Komfort Wert legte, nutzte portable Stühle oder Nachttöpfe, um selbst während gesellschaftlicher Ereignisse nichts zu verpassen.
Praktische Redensarten und die Gemächer der Bediensteten
Manche Redensarten haben ihren Ursprung in den Gepflogenheiten der Barockzeit. So bezeichnet "den Löffel abgeben" das Ableben, da Verstorbene ihren persönlichen Löffel nicht mehr benötigten. "Geld auf die hohe Kante legen" stammt von der Sitte, Ersparnisse auf einer hohen Simskante über dem Bett zu deponieren, um sie vor Dieben zu schützen.
Der Besuch der Dienstgemächer jener Zeit beeindruckte durch deren Schlichtheit, oft geprägt von beengten Verhältnissen und einer funktionalen Ausstattung, die den Lebensstandard der Bediensteten widerspiegelte.
Schlafen und Aberglaube
Man schlief nie flach, sondern immer mit einem erhöhten Kopfteil. Der Glaube, dass die Seele am Morgen andernfalls nicht in den Körper zurückkehren könnte, war weit verbreitet.
Zusammenfassung und Dank
Die Körperpflege, wie wir sie heute kennen, wurde im Barock weitgehend vernachlässigt, da Wasser und Baden als gesundheitsschädlich galten. Man brachte Wasser und die Badehäuser sogar mit der Verbreitung der Pest in Verbindung, da noch unbekannt war, dass Flöhe diese tödliche Krankheit übertrugen.
Statt zu baden, reinigte man die Haut, indem man sie mit weißen Tüchern abwischte, um Schmutz zu entfernen. Gerüche wurden großzügig mit Puder und Parfüm überdeckt. Im Barock war man nicht sonderlich schamhaft, aber auch nicht sehr gepflegt.
Wir danken Pia Blanc für ihre kompetente, vielseitige und anekdotenreiche Führung, die den Besucherinnen und Besucher einen lebendigen Einblick in die Geschichte des Museums und der Ausstellung bot.
Fotos: Heidi und Christian Seiler
Der Advent naht: Ein Besuch in der Kerzenfabrik Schulthess
Artisti delle candele
HORIZONTE - Anlass, 20. November 2024: «Kerzen für den Advent»
Mit dem Advent wächst die Sehnsucht nach Wärme, Licht und Gemütlichkeit. Was könnte besser dazu passen als unser Besuch in der Kerzenfabrik Schulthess? Diese sind Artisten ihres Fachs.
Kaum zu finden
Von aussen ist der Eingang in Wiler bei Utzenstorf kaum zu finden. Nach dem Betreten des Gebäudes gelangt man in die kleine, charmante Produktionshalle und wird von einem Meer aus Farben und Düften empfangen. Die Atmosphäre ist hell und freundlich.
Andere Kerzenmacher fabrizieren Duftkerzen in Gläsern. Hier aber entstehen diese vor allem in Stumpenform, das eigentliche Standbein von Schulthess wurde bisher von anderen Fabrikanten nicht kopiert.
Jede Kerze bei Schulthess ist durchgefärbt und wird von Hand gegossen, anschliessend mit einem Docht versehen und aus ihrer Kartonform gelöst – alles eigentlich einfache, tausendfach erprobte Vorgänge. An einem normalen Tag werden hier rund 500 Kilo Kerzen hergestellt. Auch der Bunsenbrenner kommt zum Einsatz. Die Kartonröhren werden übrigens wiederverwendet, ein Beispiel für Nachhaltigkeit im Kleinen.
Meistens bestehen Kerzen von Schulthess aus Paraffin, einem Abfallprodukt aus der Erdölindustrie. Aber auch Exemplare aus Stearin (aus tierischen oder pflanzlichen Ölen) oder aus Olivenwachs sind hier zu finden. Gut angelaufen ist eine Kollektion mit 100% natürlichen Duftölen.
Theo Schulthess: Visionär mit einer Nase für Düfte
Theo Schulthess, der kreative Lockenkopf und Inhaber der Familienmanufaktur, hat eine inspirierende Geschichte zu erzählen. Seine Reise begann in einem Kuhstall in der Nähe von Bern, wo er auf einem Herd Wachs mit Farbstiftminen einfärbte. Was einst als Experiment begann, entwickelte sich nach dem Abbruch seiner Bürotätigkeit zu einem erfolgreichen Unternehmen, das er zunächst auf Handwerkermärkten präsentierte.
"Früher gab es Kerzen nur in etwa sieben Farben", erzählt Theo mit einem Schmunzeln. "Ich dachte, das kann ich besser." Und das hat er bewiesen. Heute steht sein Name für kreative Vielfalt und exzellente Qualität. Theo entwirft nicht nur die Duftmischungen selbst, sondern gibt seinen Kerzen klangvolle Namen, die ihre Individualität unterstreichen.
Immer wieder blitzt in Theo der gewiefte Unternehmer durch und der Geschäftsmann, der bereit ist, für den Betrieb unermüdlich zu arbeiten. Vom Lebensabschnitt her könnte er mit Arbeiten aufhören, aber es treibt ihn die Leidenschaft.
Eine Geschichte von Herausforderungen und Neuanfängen
Die Erfolgsgeschichte der Kerzenfabrik Schulthess war nicht frei von Rückschlägen. Ein Brand erschütterte im Oktober 2021 das Quartier. Seit dem Ereignis, bei dem Schulthess Kerzenhandwerk fast alles verlor, stehen die Produktion und der Laden getrennt in zwei Dörfern. Dereinst sollen die beiden Standorte wieder zusammengeführt werden.
Auch persönliche Herausforderungen prägten Theo Schulthess' Leben: Über 22 Jahre pflegte er seine Frau, während er die Fabrik führte. Als der Umzug nach Utzenstorf bevorstand, verstarb sie – Theos Antwort auf das Warum geht uns zu Herzen.
Besuch im Lager und Laden in Utzenstorf
Im zweiten Teil des Besuchs ging es nach Utzenstorf, wo sich das Lager und der Laden der Kerzenfabrik befinden. Die Kerzen, die in allen Nuancen des Regenbogens leuchten, reihen sich harmonisch aneinander, Regal um Regal. Hier kann der Kunde aus einem überwältigenden Sortiment wählen: von schlichten Kerzen bis hin zu etwas eigenwilligen, fantasievollen Duftkreationen – eine sinnenhafte, schier bacchantische Erfahrung ist garantiert. Mit der Nase durchlebt man ein Meer an Düften.
Familientradition und Kreativität
Die Kerzenfabrik Schulthess ist mehr als ein Produktionsbetrieb – sie ist gelebte Familientradition, zahlreiche Mitglieder arbeiten im rund 12 Mitarbeitende umfassenden Unternehmen mit. So ist in nächster Generation denn auch Tochter Leonie in die Geschäftsleitung eingestiegen.
Die Kerzenfabrik Schulthess ist ein Familienbetrieb mit Kerzen am Laufmeter– und sie ist ein Ort voller Geschichten.
Heidi Seiler, Projektgruppe HORIZONTE
Weitere Informationen www.schulthesskerzen.ch
Bericht und Fotos Kirchenblatt für römisch-katholische Pfarreien, Ausgabe 25/2023
Fotos: Heidi und Christian Seiler
HORIZONTE auf dem Kunstweg
Regen ade, Kunst ahoi: Entdeckungstour in Attiswil
HORIZONTE - Anlass, 18. Oktober 2024: «Auf Entdeckungstour»
Manchmal braucht man einfach ein bisschen Glück – und das hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Entdeckungstour auf dem Kunstweg in Attiswil gleich zu Beginn: Pünktlich zum Start hörte der Regen auf. Die Schirme blieben eingepackt und die Reise durch die Kunstwelt konnte trockenen Fusses beginnen. Unter der charmanten und kompetenten Leitung von Nicole Rebholz Ingold, der Präsidentin des Vereins Museum Attiswil, wurde der Anlass zu einem entspannten und lehrreichen Erlebnis.
Mit viel Herzblut und Sachverstand führte Nicole Rebholz Ingold die Gruppe durch den Kunstweg. Das diesjährige Motto lautete: «Kraftwerke». Die Tour war gespickt mit faszinierenden Details und zum Teil mit Anekdoten über die Kunstwerke, die nicht nur das Auge, sondern auch das Gemüt erfrischten. Auch eine spontane Flunkerei über drei zufällig auf einer Kuhweide stehenden Badewannen oder ein «Ricola» hatten ihren Platz. Ob tiefgründige Skulpturen oder überraschende Details – unter Nicoles Führung wurde jede Station zur kleinen Entdeckungsreise.
Der Weg selbst? Ein entspannter Bummel, bei dem es weniger ums Ablaufen der rund 40 Kunstwerke als um die Freude an Kunst und Natur ging. Und bei dem das Schuhwerk auch tüchtig durch moorige Wegstücke und Naturstrassen geführt wurde, entlang von Wiesen und einem Flüsschen. Die Gruppe genoss die kunstvollen Pausen, die mit den abwechslungsreichen Erzählungen von Nicole immer wieder aufgelockert wurden. Kein hektischer Sprint von Werk zu Werk, sondern ein Genuss für die Sinne – ganz im Sinne von "Weniger ist mehr."
Am Ende des Anlasses waren sich alle einig: Die rund drei Kilometer lange Tour war ein Volltreffer, dank des regenlosen Wetters, der tollen Führung und der guten Stimmung in der Gruppe. Ein großes Dankeschön geht an Nicole Rebholz Ingold, die mit ihrem Wissen und ihrer Vielseitigkeit den Rundgang wieder zu einem besonderen Erlebnis machte, sowie an die Besucherinnen und Besucher, die den Kunstweg mit Leben gefüllt haben.
Heidi Seiler, Projektgruppe HORIZONTE
Fotos: Heidi und Christian Seiler
HORIZONTE erlebt Leimers Gartenoase
Grüne Vielfalt und Kakteenwunder
HORIZONTE - Anlass, 14. Juni 2024: «Zu Besuch im Kakteengarten»
In Biberist gibt es einen paradiesischen Garten, der sogar das Fernsehen angezogen hat. Doch nicht nur Blumen finden hier ihren Platz – auf dem Dach der Doppelgarage der Familie Leimer hat sich ein schweizweit wohl einzigartiger Kakteengarten angesiedelt. Wer hätte gedacht, dass Kakteen und Sukkulenten sich auch in unserem Klima ganzjährig wohlfühlen?
Wir hatten das Glück, diesen einzigartigen Ort zu besuchen, und das Wetter spielte im Gegensatz zum ursprünglich vorgesehenen Datum mit – abgesehen von ein paar unentschlossenen Regentropfen, die sich wohl verlaufen hatten.
Ein Garten wie ein Zuhause
Unser Besuch bei Christof und Regula Leimer begann mit einem erfrischenden Apéro im gemütlichen Gartenhaus. Danach führte uns Christof mit begeisternder Energie und beeindruckendem Fachwissen durch sein botanisches Reich. Für die Familie Leimer ist ihr Garten das größte Zimmer des Hauses.
Begleitet wurden wir von der Katze Lucy, die als heimliche Herrin der Anlage jedem Schritt aufmerksam folgte und dabei so tat, als gehöre ihr der ganze Garten – was wahrscheinlich auch der Fall ist.
Eine Reise durch die Vielfalt der Natur
Die schmalen Wege führten uns durch einen reichhaltigen Blumenflor und ein üppiges Insektenleben. Überall entdeckten wir Insektenhotels und verschiedene Themenbereiche, die den Garten in unterschiedliche Welten gliedern. Vom naturnahen, sich selbst reinigenden Pool über die Tessiner Ecke bis hin zu den Beerensträuchern – jeder Abschnitt des Gartens erzählte seine eigene Geschichte. Auch Heilpflanzen und ein Minihochmoor mit fleischfressenden Pflanzen fehlten nicht.
Diese vielschichtigen Pflanzenreiche hat die Familie Leimer als Puzzleteile gekonnt zu ihrer Gartenoase vereint. Es fehlt auch nicht an lauschigen Sitzplätzchen. Wie oft wohl haben Regula und Christof Zeit für sie?
Kakteen und Sukkulenten auf dem Garagendach
Besonders faszinierend war das Kakteenreich auf der 80 m² großen Doppelgarage des Einfamilienhauses. Hier wachsen winterharte Kakteen und Sukkulenten, die uns staunen und von Christofs Informationen profitieren liessen. Kakteen sind eine spezielle Untergruppe der Sukkulenten. Einige eignen sich dank ihrer Stachelmontur als Einbrecherschutz unterm Fenster. Und ihre Blumen sind oft wundervoll farbintensiv. Einige hellgelbe Blüten werden im Verlauf ihres kurzen Lebens immer dunkler und wechseln je nach Art von Rosa über Orange bis hin zu Dunkelrot.
Ein Paradies der Biodiversität
Auch wenn wir aus Zeitmangel den Wintergarten mit seinen beeindruckenden "Kakteengrossmüttern" nicht besichtigen konnten, war die Führung durch den Hauptgarten intensiv und lehrreich. Christof vermittelte als gelernter Gärtner und erklärter Pflanzenliebhaber eindrucksvoll, wie wichtig Biodiversität für unseren Planeten ist – ein Mit- und Nebeneinander zwischen hiesiger Natur und fremden, nicht einheimischen Pflanzen. So fehlen auch Bananenpflanzen und mannigfaltige Töpfe mit zum Teil seltenen Zierpflanzen nicht.
Kunst im Garten
Ein weiteres Highlight fanden wir in den an den Naturteich angrenzenden Räumen. Hier hingen größtenteils abstrakte Acrylbilder, gestaltet von Tochter Jael. Die Kunstwerke vermittelten in gelungenen Farbklängen und mit wechselnden Techniken Stimmungen und Emotionen.
Die Bilder verliehen dem Nachmittag im Garten eine zusätzliche ästhetische Dimension.
Kreativer Abschluss
Zum Abschluss unseres Besuchs hatten wir die Gelegenheit, dank Christofs und Regulas Anleitung und Unterstützung einen Topf mit winterharten Kakteen und Sukkulenten zu bepflanzen, nach individuellem Geschmack und mit exotischem Flair.
Dieses persönliche Andenken durften wir mit nach Hause nehmen – eine bleibende Erinnerung an den wunderschönen Nachmittag.
Danke für die Gastfreundschaft
Ein großer Dank geht an Christof und Regula Leimer für ihre herzliche Gastfreundschaft. Sie haben uns mit ihrer Leidenschaft für die Natur inspiriert. Es waren rundum gelungene und lehrreiche Stunden. Wir wünschen ihnen weiterhin viel Freude und Entspannung in ihrem wundervollen Garten – eine Oase, in der sich nicht nur die Kakteen wohlfühlen.
Heidi Seiler, Projektgruppe HORIZONTE
Fotos: Heidi und Christian Seiler
Spannende Zeitreise im Museum ENTER
Entdecke die Vergangenheit, betrete die Zukunft
HORIZONTE - Anlass, 4. Mai 2024: «ENTER – wenn Technik lebendig wird.»
Am vergangenen Wochenende begab sich eine Gruppe begeisterter Besucherinnen und Besucher auf eine spannende Zeitreise in das Technik-Museum ENTER in Derendingen. Unter der fachkundigen Führung von Beat Strähl wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die faszinierende Welt der Technik und ihrer Geschichte entführt.
Die Führung bot einen vielseitigen Einblick in die Entwicklung und Bedeutung verschiedener technologischer Errungenschaften. Vom Erfinden der Buchdruckerkunst über alte mechanische Rechner, die nicht nur mathematische Operationen durchführten, sondern auch den Wochentag berechneten, bis hin zu modernen Computern und der Geschichte von Apple und seinem Mitbegründer Steve Jobs reichte das breite Spektrum.
Kurios war die Vorstellung einer historischen Maschine, die einst in Schuhgeschäften verwendet wurde, um mit Röntgenstrahlen die Fussgrösse zu ermitteln. Dabei wurde die Haut aufgrund der Strahlendosis jeweils rot. Interessant waren auch die Einblicke in die Welt der ersten Radio- und TV-Studios und der Phonografen. Ebenso wurden Themen wie Militärtechnik, Funk, die telefonische Vermittlung durch das «Fräulein vom Amt» und die Entwicklung von Auskunftsdiensten, wie der legendären «Auskunft 111» anschaulich präsentiert. Es folgten die ersten Handys und mit ihnen einige Anekdoten dazu.
Ein Höhepunkt der Führung war zweifellos die Begegnung mit zahlreichen Oldtimern sowie legendären Filmfahrzeugen, darunter das Batmobil, die Wagen aus Jurasic Park und Ghostbusters, der kleine VW „Herbie“, diverse Bond-Autos und gar der DeLorean aus "Zurück in die Zukunft". Eine Gaming-Ecke, die nicht nur jüngere Besuchende begeistern kann, rundete das Erlebnis ab.
Beat verstand es meisterhaft, technische Inhalte mit menschlichen Aspekten zu verknüpfen und das zahlreich erschienene Publikum mit seinem fundierten Wissen und seiner Begeisterung anzustecken. Er erklärte nicht nur die Funktionsweisen der verschiedenen Exponate, sondern regte auch zum Nachdenken über das Verhalten in den neuen Technologien an und zeigte auf, wie diese unseren Alltag prägen.
Insgesamt war die Führung durch das Technik-Museum ENTER ein faszinierendes Erlebnis, das nicht nur technikaffine Besucher begeisterte, sondern auch einen nachhaltigen Eindruck hinterliess und zum Nachdenken über die Rolle der Technik in unserem Leben anregte.
Nach der Führung konnte man die zusätzlichen Stationen rund um die Ausstellung auf eigene Faust erkunden oder sich im hausinternen Selbstbedienungsrestaurant verpflegen.
Ein besonderes Highlight war sicherlich die unterhaltsame Befragung unseres Umgangs mit Terminen im Kalender, bei der Bezahlung oder beim Musik hören und Fotografieren.
Ein besonderes Vergnügen bot das Selfie mit künstlicher Intelligenz, das nicht nur für unterhaltsame Momente sorgte, sondern auch einen Einblick in die Möglichkeiten und Herausforderungen dieser zukunftsweisenden Technologie gab.
Wir danken Beat und dem gesamten Team des Technik-Museums ENTER für diese eindrückliche Erfahrung und freuen uns bereits auf weitere spannende Entdeckungen in der Welt der Technik.
Heidi Seiler, Projektgruppe HORIZONTE
Fotos: Heidi und Christian Seiler
Eine Hasenparade
HORIZONTE - Anlass, 23. März 2024: «Die Hasen sind wieder los.»
Wir durften eine Woche vor Ostern wieder voll loslassen. Viele Hasen, Enten und Hühner erblickten denn auch das Schoko – Licht in der Backstube.
Die zahlreich erschienen kleinen und grossen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewiesen wieder viel Geschick, Ausdauer und Kreativität.
Unterdessen sind sie wohl alle Schoko – Figuren aus den beiden Kursen verputzt und genossen. Wir danken der Bäckerei Felber für dieses tolle Angebot, das wir erneut durchführen konnten.
Zusammenfassung Heidi Seiler
Fotos Heike Merklin
Projektgruppe HORIZONTE
Eintauchen in frühere Zeiten…
HORIZONTE - Anlass, 2. März 2024: «So ein Käse»
Dieses Mal ging die Reise ins Emmental. Unter fachkundiger Anleitung wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in einem alten Stöckli der Schaukäserei Affoltern i. E. ein grosser Käselaib hergestellt. Für die Stimmung sorgte der grosse Kupferkessel über dem offenen Feuer.
Nach ca. vier Monaten bekommen alle Teilnehmenden ein ca. 400 Gramm schweres Stück unseres Käses aus dem Stöckli nach Hause geschickt.
Abgerundet wurde der Anlass mit einem gemeinsamen Mittagessen vor Ort.
Heike Merklin, Mitglied Projektgruppe HORIZONTE